Bisher 13 DM-Titel und 25 Medaillen für das Telis-Team in 2019

Telis Team MFRing2 DM HM19 Koelpin FotoRegensburg, 13. Juni  2019 (orv) – Es geht stramm auf die Saisonmitte zu. Acht Tage vor dem längsten Tag des Jahres ist es durchaus angebracht, in den Reihen der LG Telis Finanz eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. In einer wieder einmal sehr reich an Höhepunkten versehenen Saison haben die Athletinnen und Athleten bisher 13 nationale Titel bei insgesamt 25 Medaillen geholt. Mit Nada Pauer und Florian Orth bei den Hallen-Europameisterschaften in Glasgow, sowie Corinna Schwab bei den inoffiziellen Staffelweltmeisterschaften in Yokohama waren auch drei Regensburger/Innen international im Einsatz. Orth und Pauer erreichten in der schottischen Metropole die 3000m-Finale und endeten dort auf den Rängen 11 und 12. Mit Corinna Schwab lief das DLV Mixed Quartett in Japan auf Platz fünf und qualifizierte sich damit direkt für die Weltmeisterschaften (28.9.-6.10.) in Doha. Nach bravourösen Rennen bei den Deutschen 10.000m Meisterschaften am letzten Samstag in Essen stehen Simon Boch und Philipp Pflieger vor der Nominierung für den Europacup auf dieser Strecke, erneut in London, diesmal am 6. Juli. Nesthäkchen Miri Dattke hat am letzten Samstag mit ihrem U23-Titel über die 25 Stadionrunden für die U20-Europameisterschaften am 11.-14. Juli auch alles klar gemacht, hat zudem die Norm auch noch über 5,000m in der Tasche. In der aktuellen Deutschen Bestenliste der Männer und Frauen befinden sich 30x Telis-Athleten/Innen unter den Top-ten, Benedikt Brem schafft das in der U20 gleich drei Mal. Dem jungen Senkrechtstarter fehlen über 3.000m derzeit nur noch knappe drei Sekunden für eine Qualifikation hinsichtlich der U20-Europameisterschaften in Boras.

„Da uns die Weltmeisterschaften grundsätzlich nicht mögen, wäre es durchaus ein Novum, wenn sich auch nur ein Sportler aus unseren Reihen für Doha empfehlen könnte. Erste Kandidatin ist dafür Corinna Schwab, weil die deutschen Viertelmeilerinnen auf Grund der dazukommenden Mixed-Staffel mehr 400m-Läuferinnen als sonst brauchen. Der Olympiastarter von 2016 Florian Orth schielt natürlich auch dahin. Wenn er dabei sein will, muss er unter 13:22,50 Minuten bleiben, was für ihn immerhin neuer knapper Hausrekord wäre. Auch der 800m-Serienmeister Benedikt Huber hofft auf eine Steigerung unter die geforderten 1:45,80 Minuten, weiß aber, dass das „sauschwer“ sein wird. Die Telis-Olympiastarter Anja Scherl und Philipp Pflieger haben ihren Fokus schon längst auf Tokio 2020 gerichtet und möchten dafür im Herbst bei einem der großen Städtemarathons die ersten Qualifikationsschritte machen“, umreißt Telis-Teamchef Kurt Ring die Aussichten für die absoluten Großevents in 2019, “last not least kommen am 8. Dezember auch noch die Cross-Europameisterschaften in Lissabon. Da sollten doch wie jedes Jahr wieder ein paar LG-ler dabei sein.“

Symptomatisch, weil eigentlich fast immer so, ist die Verteilung der nationalen Medaillen. Der Anteil der Goldplaketten ist bisher bereits höher als jener der Silber- und Bronzemedaillen zusammen. Die Langstreckenteams zeigen in diesem Jahr besondere Stärken. In der Aktivenklasse gab’s bisher sieben Entscheidungen, im Crosslauf, beim Halbmarathon und beim Marathon, fünfmal standen die „Blauen“ ganz oben. Die U23-Juniorinnen vervollständigten den überzeugenden Mannschaftserfolg mit zwei weiteren Titeln. Jungstar Miriam Dattke brachte dabei das Kunststück fertig, sich gleich sechs Mal Gold umhängen zu lassen, profitierte aber auch davon, dass Überfliegerin Alina Reh bei keinen der diesjährigen U23-Entscheidungen in dieser Klasse gemeldet hatte. Manchmal gehört eben auch das Glück der Tüchtigen. Unter den Einzeltiteln sind auch schon wieder 3 Männer- und Frauentitel. Es handelt sich dabei um „Ersttäter“: Miriam Dattke gewann die Halbmarathon-DM, ebenso Moritz Beinlich völlig überraschend, im Marathon erfüllte sich für Anja Scherl ein insgeheimer Jugendtraum, auch wenn er so nicht vorgesehen war, weil die Regensburgerin eigentlich drei Wochen vor der DM bereits in Hannover die 42,195 Kilometer gelaufen war.

„30 DM-Medaillen in einem Jahr sind nicht nur für die LG Telis Finanz ein Spitzenwert. In diesem Jahr könnten wir das wieder einmal toppen. Soweit ich mich erinnern kann, waren es vor sechs oder sieben Jahren mal 35 Stück. Da müsste beim Restprogramm aber vieles optimal laufen, wenn wir da hinkommen sollten“, prognostiziert Kurt Ring die restlichen Möglichkeiten. Gelegenheit dazu im geringen Maße gibt es bei den jetzt folgenden Titelkämpfen der U23, der U20/18-Jugendlichen und natürlich in Berlin, bei den Deutschen Meisterschaften am 3./4. August. Auch die Langstreckler selbst sollten bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10km am 15. September in Siegburg mehrere Optionen haben, ganz zuletzt die Bergläufer, eine Woche später in Breitungen. Dort will der amtierende Meister Max Zeus seinen Titel verteidigen, der Vorjahresdritte Konstantin Wedel ist seit diesem Jahr auch ein „Blauer“ und mit dem dritten dafür vorgesehenen Mann, Simon Boch, gibt es eine extrastarke Teamverstärkung für den anvisierten Mannschaftstitel. Teamchef Kurt Ring räsoniert ganz zuletzt nicht ohne Stolz über 194 nationale Titel in der Aktivenklasse und den Nachwuchsmeisterschaften seit 1998: „Wenn wir die Zweihundert schon heuer festmachen könnten, wäre das sensationell.“