Telis-Mittelstreckler bleibt mit 7:54,27 Minuten knapp unter den vom DLV geforderten 7:55,00min

Orth Stockholm indoor2019 Kiefner FotoStockholm, 4. Februar 2019 (orv) – „Geschafft“ lautete die kurze und knappe whatsapp, die Telis-Teamchef Kurt Ring am Montagabend gegen 20 Uhr erreichte. Sie kam aus Stockholm und drückte Bedeutendes aus. Florian Orth war kurz vorher beim EAA-Indoor-Meeting in der schwedischen Hauptstadt als 3.000m Dritter mit 7:54,27min die Norm (7:55,00min) für die Hallen-EM in Glasgow (1.-3. März) gelaufen. Der 29-Jährige spielte seine ganze Routine aus und lieferte erneut Maßarbeit wie schon im letzten Sommer, als er für die Heim-EM in Berlin ein ähnliches Kabinettstück ablieferte. Der Regensburger kann damit für seinen nächsten internationalen Einsatz planen. 2015 in Prag (Tschechische Republik) hatte er über diese Strecke Rang acht belegt. An diesem Abend waren zwei Athleten schneller. Der Australier Stewart McSweyn steigerte sich als souveräner Sieger auf 7:47,99 Minuten. Der Schwede Jonas Leanderson folgte in 7:54,07 Minuten als Zweiter.

Mit einer endgültigen Nominierung kann Florian Orth in 12 Tagen bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig rechnen. Nachdem sein langjährigen Konkurrent Timo Benitz (LG farbtex Nordschwarzwald) aus Verletzungsgründen dort bereits abgesagt hat und mit Richard Ringer (LC Rehlingen) und Amanal Petros (TV Wattenscheid) keine Hallen-Ambitionen haben, zählt der Nordhesse von der LG Telis Finanz Regensburg dort zum absoluten Favoritenkreis. Er kann sich nun dort ein taktisches Rennen, das er liebt und in der Regel auch bestens beherrscht, leisten und mit einem Trepperlplatz die Nominierung endgültig klar machen.

Teamkollege Benedikt Huber beendet indessen nach einer kleinen Verletzung um die Weihnachtszeit, die ihm schon das Südafrika-Höhentraining im Januar kostete, die Hallensaison und startet nicht bei der DM. Der knappe Sieg am letzten Sonntag über 800m beim Munich indoor mit für ihn unbefriedigenden 1:54,99min ließen den Entschluss reifen, nun voll auf den Sommer zu setzen. „Unter 1:46“ heißt dort das erklärte Ziel für den Oberbayer, der derzeit im heimischen Palling alles andere als ideale Trainingsbedingungen vorfindet. Deshalb geht’s für ihn auch am Wochenende der Hallenmeisterschaften mit einem 15 Athleten/Innen umfassenden Telis-Tross zum Klimatrainingslager ins portugiesische Montegordo.

Regensburgs zweite Hallen-EM Aspirantin Nada Ina Pauer (LG Telis Finanz) wird am kommenden Freitag in Madrid über 3.000m versuchen, die für Glasgow nötigen 9:05,00min zu unterbieten. Schafft sie das, schlüpft sie im Gegensatz zu Flo Orth allerdings ins österreichische Trikot, da sie zwei Staatsangehörigkeiten besitzt und damit der harten deutschen Norm von 8:55min aus dem Weg gehen kann. Teamkollegin Miriam Dattke, die erst vor gut einer Woche mit einem tollen Hallen-Debüt in 2019 überraschte, zieht es indessen auf die Straße. Zusammen mit ihren Telis-Kollegen/Innen Anja Scherl, Jonas Koller, Philipp Pflieger und Kevin Key steht sie am kommenden Sonntag beim Halbmarathon in Barcelona an der Startlinie.